Im Jazzkeller69 / Aufsturz spielte am Freitag Abend das Berlin Trio:

Alexander von Schlippenbach – piano
Antonio Borghini – bass
Heinrich Köbberling – drums

unglaublich schön.


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Beeindruckende Bühnenumsetzung des Textes von Christa Wolf im Deutschen Theater Berlin.

 

Heute war ich im Aquarium, heimische Süßwasser-Speisefische tinten.

Der Staldenweiher bei Russikon im Züricher Oberland ist nach einigen Tagen Regen gut gefüllt, oben spiegelt sich Wald auf der glatten Wasseroberfläche. Im Staudamm gibt es einen Überlauf, durch den nun weiß rauschend das überschüssige Wasser zwischen Betonwänden abfließt.

Ich muß in den Wedding (Schlüssel fürs povvera abholen, um dort meine Ausstellung aufzuhängen, deren Eröffnung übrigens Freitag ist)  und bin zu spät dran, um es noch mit dem Rad zu schaffen. Das lasse ich daher am Zoo und gehe ganz runter, zur U9.

I got to go to Wedding (to get the keys of povvera, where I will hang my exhibit, that opens on Friday, by the way) and I am too late, to make it by bike. I leave it at station Zoo and go down to U9 underground line.

In Richtung Norden ist die Bahn voll. Die meisten Fahrgäste gucken auf Telefone oder Bücher. Ein Mann, der zu der Frau mit Kind zu gehören scheint, bekommt mit, dass ich zeichne. Er stellt sich einen Meter vor mich und schaut mich böse an. Ich überlege ob ich sprechen soll, lasse es aber (soll er doch) und zeichne weiter. Nicht ihn, sondern Andere und er geht wieder weg.

Direction north the train is stuffed. Most passengers view phones or books. The man that seems to belong to the woman with child spots me drawing, positions himself in front of me and stares. I wonder if I should talk, but do not (shall he _ ) and keep drawing, not him, but others and he goes away.

Zurück ist es leerer, ein Typ beschäftigt sich gestenreich nachdenkend mit dem Mobilgerät, ein Anderer läßt nur seinen Körper transportieren, sein Geist klemmt zwischen hochwertigen Kopfhörern.

Direction back it is more empty, one guy deals with his device, pensive gesticulating, another one only transports his body, his mind is jammed between high end headphones.

Seit Herbst 2015 zeichne ich regelmäßig immer wieder 1 Stunde im Berliner Busbahnhof. Jetzt zeige ich die dabei entstandenen Skizzen im povvera in Charlottenburg, fast in Sichtweite des ZOB. Außerdem präsentiere ich das gerade in Zusammenarbeit mit Pushing your Sketching Boundaries erschienenes Buch ‘Eine Stunde Aufenthalt | One hour wait’

Zur Eröffnung am 7. Dezember um 19:00 in der Philippistr. 7, 14059 Berlin lade ich herzlich ein!

Die Ausstellung wird noch am Samstag, 8.Dezember von 12-17:00 zu sehen sein.

Since autumn 2015 I regularly draw – one hour at a time – at the Berlin Main Busstation. Now I show these sketches at povvera in Charlottenburg, nearly in sight of ZOB. In addition I will present the book ‘Eine Stunde Aufenthalt | One hour wait’, just published in collaboration with Pushing your Sketching Boundaries

I would like to invite to the opening at 7 December, 07:00 pm in Phillippistr. 7, 14059 Berlin!

The exhibition can even be seen at Saturday, 8 December, 12:00 am – 05:00 pm.

Sonntagnachmittag, vom ZOB kommende Reisende laufen meistens and den Wagen unter der gelb lackierten Dachstruktur des Taxistandes vorbei zur Nahverkehrs-Bushaltestelle in meinem Rücken. Sie haben Mützen oder Kapuzen tief ins Gesicht gezogen – Wind und Niesel.

Am Ost- (bzw. City-West-) Ende der Kantstraße wurde der letzte schmutzige Block in Bahnhof Zoo Umgebung durch einen lagegerecht optimiertes Stück internationaler Architektur, – mit Travertin-Verkleidung ‘lokalisiert’ und hauptsächlich einen ‘Primark’ beinhaltend – ersetzt. Ein kleiner Laden am Ende des Neubaus beherbergt einen gut besuchten Kebab-Laden, und unter der Brücke, Richtung Kant runter, hält sich eine Currywurstbude. Sonntag nachmittags – hungrige Menschen parken in zweiter Reihe, und holen Wurst oder Kebab, andere (wie nach dem Zeichnen auch ich …) besorgen beim Ulrichs unter der S-Bahn die Lebensmittel, die sie wochentags zu kaufen vergaßen.

At eastern (or ‘City-Western’) end of Berlin Kantstraße the last ‘dirty’ city block got substituted with optimized international architecture – localized with some travertine cladding and mainly containing a ‘Primark’. In direction Kantstraße one store gives home to a well used kebab place and under the bridge a ‘Currywurst’ takeaway persists. Sunday afternoon hungry people park their cars in second row and get sausage or kebab, others (like myself after drawing) buy the groceries, they forgot to get during the week, at ‘Ulrichs’ under the rails – one of the few full assortment supermarkets opened on sundays.

Seit Herbst 2015 gehe ich immer wieder zum Zentralen Omnibus Bahnhof [ZOB]. Ich bleibe etwa eine Stunde, skizziere Ort und Menschen auf einem Blatt Reispapier. Dann veröffentliche ich die Zeichnung zusammen mit einigen als Text notierten Beobachtungen auf Instagram.

Jetzt ist aus diesen Zeichnungen und Texten in Kooperation mit Isa und Swasky von PushingYourSketchingBoundaries ein Buch entstanden. Auf 96 Seiten gibt es kleine Geschichten von einem Durchgangsort, vom Reisen und Bleiben, in schwarzer Tusche.

Das Buch kann man hier kaufen.

 

Since Autumn 2015 I have regularly visited the Berlin Main Busstation [ZOB]. I stay around an hour and sketch place and people on a sheet of rice paper, than I publish the drawing together with some observations noted as text on Instagram.

Now a book emerged from these drawings and texts, published in collaboration with Isa and Swasky from PushingYourSketchingBoundaries. On 96 pages there are little stories from a transit place, about travelling and staying, all in black ink.

You can buy the book here.

 

Meine Lieblingsfigur in der Abgusssammlung – ein Abguss einer römischen Kopie eines frühhellenistischen Originals (und hier ein digitales Abbild einer das Objekt willkürlich beschneidenden Tuschezeichnung des Abgusses).

Der bärtige Mann trägt als Kleidung lediglich Unterarmbandagen und Schlagringe. Er sitzt erschöpft und abgeklärt. Ruhe und keine Lust auf Gewalt.